Buchmesse 2026

Ein Tag auf der Buchmesse in Frankfurt: Klammern wir mal die Deutsche Bahn aus, war es ein schöner Tag – und immerhin hat mir die Bahn auf dem Hinweg schon eine Art Vor-Messebegegnung mit dem Klartext Verlag beschert. Ein schöner Auftakt!

In diesem Jahr war auf der Messe vieles anders, es gab auch neue Hallenkonzepte, die sich mir nicht immer erschlossen. Etliche (meiner) Verlage waren in diesem Jahr leider nicht mit einem Stand vor Ort. Überhaupt hatte man das Gefühl, dass die Hallen luftiger gestaltet waren, noch nie gab es so viele Relax-Zonen, so mein Eindruck.

„Die Branche ist im Wandel“, war wohl der Satz, den ich am meisten in Gesprächen hörte. Ich war sowohl in der Erwachsenenliteratur – hier vor allem bei den unabhängigen Verlagen und der dazugehörigen Leseinsel – als auch im Kinder- und Jugendbereich unterwegs. Letzterer mutete in meinen Augen „eventiger“ an, mit vielen Selfiespots, oft in Pastellfarben gehalten und mit Farbschnittbüchern.

Mit einer Kollegin unterhielt ich mich genau darüber: Wo finden sich da lesende Jungen wieder? Und warum gibt es einen ähnlichen Raum nicht für brisante Themen? …

Etliches war neu auf der Messe – doch geblieben ist die Freude über die Treffen. Manche hatte ich im Vorfeld verabredet, andere ergaben sich in den Gängen oder an den Ständen. Das hat mich sehr gefreut!

Foto: Andrea Behnke

Und noch mehr Belege

Auch diese Woche gab es Paketfreude: Die Belege meiner Neuerscheinung „Hört uns mal zu!“ aus dem Hase und Igel-Verlag sind heute angekommen: Große Freude. Farbig illustriert wurde der Kinderroman von Johanna Mücke.

Ich bin schon sehr gespannt auf die ersten Lesungen aus diesem Buch. Die Themen „Politisches Engagement und Zivilcourage“ und „Erinnerungskultur“ zu verknüpfen, ist mir ein Herzensanliegen.

In diesem Roman, der in der Gegenwart spielt, geht es insbesondere um homosexuelle Opfer der NS-Zeit – was vor allem Nino, die Hauptfigur, sehr berührt. Vielleicht auch, weil er so oft an Mateo, der so eine tolle Stimme beim Rappen hat, denken muss … Apropos Rappen: In diesem Roman gibt es auch Gedichte und Songtexte, denn er spielt vor allem im AkkordWort. In diesem Jugendzentrum wird musiziert und gesungen, gedichtet und gerappt.

Zu diesem Roman, der in den Klassen 5 bis 7 (oder ggf. 8) als Schullektüre eingesetzt werden kann, hat der Verlag übrigens Materialien und Kopiervorlagen für Lehrkräfte herausgegeben: Auf 48 Seiten haben die Pädagoginnen Karin Öhler und Anna-Lena Rieder kreatives und anregendes Begleitmaterial konzipiert.

Fotos: Andrea Behnke

Unterrichtsmaterial der Synagoge

Letzte Woche wurde in der Begegnungsstätte „Alte Synagoge Wuppertal“ das neue (auf der Webseite abrufbare) Unterrichtsmaterial zu meinem Kinderbuch „Der Duft von Apfelkuchen“ (erschienen bei Hentrich & Hentrich, bebildert von Andrea Hold-Ferneck) vorgestellt.

Konzipiert und erstellt wurde das Unterrichtsmaterial von der Begegnungsstätte gemeinsam mit einem multiprofessionellen Team, das etwas Tolles für Schulen auf die Beine gestellt hat.

Das Unterrichtsmaterial ist dank Förderungen sehr vielseitig geworden: Es gibt nicht nur Arbeitsblätter, sondern auch Lern-Apps, Audios und Filme. Besonders gefreut hat mich, dass sowohl heute bei der Präsentation als auch bei einigen Medien Kinder mitgewirkt haben. Das wird auch Renie Inow sehr schätzen! Die Wertschätzung, die ich heute sowohl durch NRW-Bildungsministerin Dorothee Feller als auch Sylvia Löhrmann, NRW-Antisemitismusbeauftragte, erfahren habe, ehrt mich als Autorin sehr und motiviert, weiterzumachen: weiterhin „das Fenster zur Vergangenheit“ zu öffnen, wie die Ministerin es nannte, – um für unsere Demokratie heute zu kämpfen.

Foto: Andrea Behnke

Hört uns mal zu!

Erstverkaufstag: Seit heute ist mein neuer Roman für Kinder und Jugendliche der Stufen 5 bis 7 im Buchhandel. Da die Belegexemplare noch nicht bei mir eingetrudelt sind, zeige ich hier einen Ausschnitt aus der Verlagsvorschau des Hase und Igel-Verlags. Über dieses Buch freue ich mich sehr. Es vereint nämlich gleich mehrere Themen, die mir wichtig sind: politisches Engagement und Erinnerungskultur, Identität, Dichten und Musik.

Nino und seine Freundinnen Miray und Cecil sowie sein Freund Matteo treffen sich nachmittags oft im „AkkordWort“, wo sie schreiben und musizieren können. Und jetzt dürfen sie sogar bei einer Ausstellungseröffnung im Südbahnhof, einem Gedenkort, auftreten. Gerade Nino fasst das Schicksal eines homosexuellen Bergmanns sehr an. Und das hat Gründe …

Mitten in die Vorbereitung hinein soll dem Akkor die Förderung gestrichen werden. Und dann ist da noch die Sache mit den Schmierereien an der Fassade …

Das Buch ist sehr gut als Schullektüre einsetzbar. Ich freue mich auf Lesungen in Schulen!

Foto: Andrea Behnke

Die Belege sind da

Es ist immer wieder ein schönes Gefühl, wenn das Paket mit den ersten Exemplaren eines neues Buches ankommt. Und bei diesem Roman freue ich mich ganz besonders.

„Wie es hätte sein können“ ist eine (Familien)Geschichte, die ich unbedingt schreiben wollte. Und jetzt halte ich ich den Roman mit dem schönen Cover, gestaltet von Guido Klütsch, in den Händen und bin gespannt auf erste Leseeindrücke. Erschienen ist das Buch im Klartext-Verlag.

In dem Buch geht es um Spurensuche, um Schweigen, um eine Oma-Enkelin-Beziehung, um die Frage, ob es so etwas wie Wahrheit geben kann … Handlungsort ist das Ruhrgebiet, wo nach dem Zweiten Weltkrieg viele Flüchtlinge und Vertriebene aus Schlesien, Ostpreußen und Pommern ein neues Zuhause fanden. Ab 14. September ist das Buch im Buchhandel!